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Windräder im Taunus - eine endlose Geschichte

Die Stadt Wiesbaden will gegen die Ablehnung eines Windparks auf dem Taunuskamm klagen und befeuert eine Debatte, die längst erledigt war. Auch in Niedernhausen krabbeln die Windkraftanlagen-Fans wieder aus ihren Ecken hervor.

OV-Niedernhausen 24.7.2020 -

Die Stadt Wiesbaden will gegen die Ablehnung eines Windparks auf dem Taunuskamm klagen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung, und sie will mit aller Gewalt Windräder auf den Taunus-Höhen bauen lassen. Auch in der Gemeindevertretung Niedernhausen gab es im Juni wieder Bestrebungen verschiedener Gemeindevertreter, Möglichkeiten für Vorrangflächen in unserem Gemeindegebiet zu schaffen. Mich wundert der missionarische Eifer dieser Menschen, denen es offenbar nicht schnell genug gehen kann, unsere ohnehin an Wassermangel und Borkenkäfern leidenden Wälder noch weiter zu zerstören. Jeder weiß, dass bei aufkommendem Wind unsere Stromnetze sofort voll mit Windstrom sind, den wir ins Ausland verschenken müssen, weil wir ihn gar nicht nutzen können. Jedes zusätzliche Windrad verstärkt das Problem, weil Strom noch nicht wirtschaftlich gespeichert werden kann. Die Befürworter argumentieren, dass die Energiewende nur gelinge, wenn jede Kommune vor Ort ihren eigenen Strom produziere; aber auch hier wird verschwiegen, dass wir auch dann Strom benötigen, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht. Warum muss denn jede Gemeinde ihren Strom selbst produzieren ? Niedernhausen könnte auch seinen Bedarf an Bananen und Zitrusfrüchte selbst produzieren, wenn wir genügend Gewächshäuser hätten, aber zu extrem hohen Kosten, und - was soll das bringen ? Es gibt bereits so viele verschandelte Landschaften in Deutschland, wir sollten also unsere Heimat und unsere Wälder schützen. Die Stadt Wiesbaden verschwendet mit ihrer Klage das Geld der Steuerzahler – mit der FDP wird es weder Windkraftanlagen in Niedernhausen, noch solche aussichtslosen Klagen geben. Wir arbeiten jetzt daran, die Strommasten aus dem Ort heraus zu bekommen, dafür gibt es in diesem Jahr eine einmalige historische Chance – und die ist aller Mühe wert !

 

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